Aktuelles und Agenda

15.05.2020 09:56 Medienmitteilung

Der Verein NachbarNet dankt den Grossrätinnen und Grossräten!

Dank der gestrigen Zustimmung zum Budgetpostulat „Beatrice Messerli betreffend PD, Kantons- und Stadtentwicklung (NachbarNet)“ erhält der gemeinnützige Verein NachbarNet 15‘000 Franken. Mit diesem Beitrag endet aber die finanzielle Unterstützung des NachbarNet durch den Kanton. Der Verein NachbarNet dankt den Grossrätinnen und Grossräten, sieht der Zukunft aber nach wie vor mit Besorgnis entgegen.

Das NachbarNet fördert und vermittel seit 20 Jahren nachbarschaftliche Hilfe und Zusammenarbeit in der Stadt Basel und der umliegenden Agglomeration. NachbarNet legt besonderen Wert auf die sorgfältige Abklärung der sozialen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer. Die gemeinnützige Organisation erreicht deshalb viele Personen mit eingeschränkten finanziellen, sozialen und gesundheitlichen Ressourcen. Deshalb ist sie für die Förderung des sozialen Zusammenhalt in den Quartieren von besonderem Wert.

Das Präsidialdepartement unterstützte aus diesem Grund das NachbarNet viele Jahre lang. Der erst im September 2019 kommunizierte Entscheid, die langjährige Unterstützung per 31.12.2019 einzustellen, stellte das NachbarNet vor existenzielle Probleme.

Der Grosse Rat hat erkannt, dass es vor dem Hintergrund der sich massiv verschlechternden wirtschaftlichen Lage sinnvoller und auch kostengünstiger ist, ein bestehendes, gut funktionierendes Netzwerk der Nachbarschaftshilfe jetzt zu unterstützen, als später von Grund auf neu aufzubauen. Der Entscheid ist für NachbarNet der berühmte Tropfen auf den heissen Stein. Er ist dennoch wichtig: Er motiviert für die weitere Arbeit und verschafft etwas Zeit für die Suche nach neuen Geldgebern.

 

Artikel in der BaZ

Angehängte Datei : 20200326_BAZ_NachbarNet.pdf

 

CoronaHilfe - neue Rubrik

Wir haben eine neue Rubrik aufgeschaltet "CoronaHilfe". Innerhalb von dieser Rubrik ist unsere 7. Regel bezüglich Taschengeld/ Entschädigung aufgehoben. In anderen Rubriken vermitteln wir nachbarschaftliche Hilfe nur wenn wir sie als unbedenklich einstufen. In dieser ausserordentlichen Situation wollen wir unsere über 20-jährige Erfahrung in der Vermittlung von Nachbarschaftshilfe nutzen um den bedürftigen Menschen zu helfen ohne ihnen zu schaden. Es zeigt sich jetzt auch, dass die Mischung aus off- und online, die für NachbarNet schon immer sehr wichtig war, ganz viel Sinn macht. Unsere 160 Mitglieder ü65 (viele davon ohne Internetzugang) und jüngere Mitglieder aus der Risikogruppe können jetzt auf NachbarNet zählen. Wir werden versuchen gute Lösungen zu finden und uns gleichzeitig an die Empfehlungen von BAG halten.

Wir sind froh über eure Ideen und Rückmeldungen zu folgenden Fragen:

  • Wie können wir den Menschen mit einem höheren Risiko helfen, ohne sie gleichzeitig zu gefährden.
  • Wie können soziale Kontakte, trotz Abstand halten, funktionieren. 
  • Wie treten wir proaktiv in Kontakt mit unseren älteren Mitgliedern ohne Angst zu schüren.

Unsere Köpfe rauchen. Und wie geht es Dir?